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Die Zeugnisse

Relevanz und Form

Mit Hilfe der Zeugnisse, die einer Bewerbung beiliegen, kann sich der Leser ein noch detailliertes Bild über Sie machen, als es mit Anschreiben und Lebenslauf möglich ist. So mancher Personalchef überprüft sogar, ob die Angaben im Lebenslauf zu den Zeugnissen passen. Daher sollten Sie auch bei den Zeugnissen sorgfältig vorgehen; Nicht alle Zeugnisse sind relevant für eine Bewerbung, manche aber absolut notwendig. Welche müssen also rein; welche bleiben draußen? Was gibt es sonst noch zu beachten?

Ein absolut notwendiger Bestandteil der Bewerbung sind die Arbeitszeugnisse Ihrer bisherigen Arbeitsstellen. Fehlende Arbeitszeugnisse können leicht so interpretiert werden, dass Sie etwas zu verbergen haben. Sie sollten daher alle Arbeitszeugnisse – auch schlechte – der Bewerbung beilegen und damit verhindern, dass sich der Personaler in seiner Phantasie noch schlechtere Bewertungen ausmalt, als die, die in den Zeugnissen tatsächlich abgegeben werden.

Sollten Ihnen Zeugnisse fehlen, so scheuen Sie sich nicht, den jeweiligen Arbeitgeber zu bitten, Ihnen ein Zeugnis auszustellen.

Schulzeugnisse und Ausbildungszeugnisse

Bei Zeugnissen von Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen ist es jedoch anders: Hier sollten Sie sich auf für Zeugnisse beschränken, die für die Bewerbung relevant sind. Zu den relevanten Zeugnissen gehört in der Regel der höchste allgemeinbildende Abschluss. Wenn Sie also Abitur und Realschulabschluss haben, reicht es, das Abitur beizulegen.

Das Abschlusszeugnis Ihres Studiums oder Ihrer Berufsausbildung ist natürlich auch für die Bewerbung relevant und sollte in den Unterlagen enthalten sein. Vorzeugnisse wie Vordiplom oder ähnliches sind dann nicht notwendig. Sollten Sie sich jedoch noch in der Ausbildung oder im Studium befinden, dann sollten Sie natürlich Vorzeugnisse beifügen. Das gleiche gilt auch für Studienabbrecher.

Fortbildungen

Nachweise über Fortbildungen müssen Sie nicht unbedingt Ihren Bewerbungsunterlagen beilegen. Solche Nachweise machen nur Sinn, wenn Sie Ihnen Qualifikationen bescheinigen, die für die neue Stelle notwendig sind. Bei aufeinander aufbauenden Kursen gilt, wie schon bei Schulzeugnissen, dass nur der höchste Abschluss relevant ist. Die Zeugnisse der vorangegangen Kurse können Sie weglassen.

Die Form der Anlagen

Bei den Zeugniskopien sollten Sie auf eine gute Qualität achten. Streifige, schiefe oder falsch belichtete Kopien werfen auch gleich ein schlechtes Licht auf Sie. Daher sollten Sie Zeugnisse nicht im Drogeriemarkt kopieren, sondern diese lieber in einem professionellen Copyshop kopieren lassen. Eine Beglaubigung der Kopien ist jedoch – wenn nicht anders gefordert – nicht notwendig. Sicherheitshalber können Sie ja beim Bewerbungsgespräch die Originale bei sich haben.

Auch nicht notwendig, aber bei einer großen Anzahl von Zeugnissen sicher nicht schlecht, ist ein Anlagenverzeichnis, das auf einer Seite einen Überblick über die nun folgenden Zeugnisse liefert. Sollten Sie sich mit einer Applion-Bewerbungswebsite bewerben, brauchen Sie sich darum übrigens nicht zu kümmern: Applion generiert automatisch eine Seitennavigation, die einem Anlagenverzeichnis entspricht.

 
Kurzgefasst
  • Arbeitszeugnisse grundsätzlich in die Anlagen nehmen
  • Bei Schul- und Ausbildungszeugnissen nur das jeweils höchste Zeugnis
  • Das gleiche gilt für Bescheinigungen von Fortbildungen – vorausgesetzt, diese sind überhaupt relevant
  • Qualitativ hochwertige Kopien sind selbstverständlich
  • Eventuell ein Anlagenverzeichnis
 
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