Was kommt in den Lebenslauf?

Strukturen, Sparten, Synonyme

Dieser Artikel bietet Ihnen eine Übersicht darüber, welche Daten Sie in Ihren Lebenslauf aufnehmen sollten und welche nicht. Die einzelnen Kategorien sind dabei in drei Abschnitten strukturiert: Persönliche Daten, Laufbahn, zusätzliche Informationen. Diese Struktur ist auch als Grundstruktur des Lebenslaufs sinnvoll – unabhängig davon, ob Sie den Lebenslauf chronologisch oder thematisch geordnet verfassen.

Teil 1: Persönliche Daten

Dieser Teil liefert allgemeine Informationen zu Ihrer Person.

Name
Ihr Vor- und Nachname. Bettina Bewerberin
Geburtsdatum, Geburtsort
Sie können die Daten kombiniert in einer Zeile oder auch in zwei Zeilen schreiben. Geboren am 9. Februar 1978 in Bonn * 5. April 1982 in Hamburg Geburtstag: 2. August 1965
Geburtsort: Berlin
Familienstand
Eventuell mit Anzahl der Kinder. Diese Angabe des Familienstandes kann aber auch ganz weggelassen werden. Ledig Verheiratet, 2 Kinder
Normalerweise nicht: Religionsangehörigkeit
Ausnahme: Bewerbung auf eine Stelle, bei der eine bestimmte Konfession vorausgesetzt wird.
Normalerweise nicht: Eltern
Diese Angabe ist für eine Bewerbung nicht relevant.
Normalerweise nicht: Staatsangehörigkeit
Die Staatsangehörigkeit ist nur bei Bewerbungen im Ausland relevant.

Teil 2: Laufbahn

Hier schildern Sie ihren Werdegang. Dabei sollten Sie das Gewicht auf für die Stelle relevante Informationen legen; der Name der Grundschule eines 40-jährigen Bewerbers ist beispielsweise nicht ganz so relevant wie seine letzten Arbeitsstellen. Sie können entscheiden, ob Sie Ihren Werdegang chronologisch oder thematisch gliedern. Bei thematischer Gliederung können Sie die im Folgenden aufgeführten Kategorien-Namen als Überschriften der einzelnen Abschnitte nutzen.

Schulausbildung
Geben Sie hier die Schulformen der von Ihnen besuchten Schulen und zumindest den höchsten Abschluss an. Liegt die Schulzeit schon lange zurück, kann man durchaus die Schulbildung in ein oder zwei Zeilen abhandeln.
Synonyme: Schullaufbahn, Schulische Ausbildung, Schule, Schulbildung
Schule
1994-1997 Oberstufengymnasium Niederaula
Abschluss: Abitur
Note: 2,1
1988-1994 Differenzierte Gesamtschule Oberaula
1984-1988 Grundschule Mittelaula
Schulbildung
Juli 1986 Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife am Georg-Scheuermann-Gymnasium, Delmenhorst
Wehrdienst, Zivildienst, Freiwilliges Soziales Jahr
Pflichtdienste und auch freiwillige Dienste sollten Sie auch in den Lebenslauf aufnehmen, damit keine Lücken im Lebenslauf entstehen. Eventuell können Sie mit den Diensten sogar auf besondere Fähigkeiten verweisen.
Berufsausbildung
Name und Art des Ausbildungsbetriebs und Schule, Abschluss und erworbene Berufsbezeichnung.
Synonyme: Berufliche Ausbildung
Berufsausbildung
1998-2001 Ausbildung zum Mediengestalter bei Krakler&Konsorten, Mannheim
Studium
Sie sollten die studierten Fächer, Ihren Abschluss und die Universität angeben. Geben Sie gegebenenfalls auch Schwerpunkte und/oder das Thema der Abschlussarbeit an. Liegt das Hochschulstudium noch nicht weit zurück, können Sie auch wichtige Meilensteine wie Vordiplomprüfung oder den Abschluss des ersten Teils eines konsekutiven Studiengangs angeben.
Synonyme: Hochschulstudium, Hochschulausbildung, Universitätsausbildung
Hochschulstudium
1994-2000 Studium der Veterinärtheologie an der Universität zu Köln
Dezember 1996 Vordiplom; Note: 1,6
August 2000 Abschluss als Diplom-Veterinärtheologe; Note: 1,9
Berufstätigkeit
Nennen Sie die Firmen, bei denen Sie gearbeitet haben, und Ihre dortige Tätigkeit. Wenn es aus der Tätigkeitsbezeichnung nicht direkt hervorgeht, kann es sinnvoll sein, die Tätigkeit in ein oder zwei Sätzen kurz zu erläutern. Sollten Sie während der Tätigkeit bei einer Firma in der internen Hierarchie aufgestiegen sein, können Sie dies auch angeben. Bei wenig Berufserfahrung, beispielsweise kurz nach dem Ende des Studiums, ist es auch möglich, hier Praktika, Werkstudententätigkeiten oder ähnliches anzugeben.
Synonyme: Berufserfahrung, Berufliche Erfahrung, Berufspraxis, Praxis, Praktische Erfahrungen, Berufliche Laufbahn
Berufspraxis
seit Januar 1997 Leiter des Qualitätsmanagements der Abteilung Antriebsentwicklung bei der Hier&Da AG, München.
August 1991 bis
Dezember 1996
Systementwickler bei der Pilot Motoren GmbH, Einsatz in den Bereichen Integrierte Schaltungen und Prototypentwicklung. Verantwortlicher für Qualitätssicherung ab Januar 1996.

Teil 3: Zusätzliche Informationen

In diesen Teil des Lebenslaufes können Sie Informationen aufnehmen, die relevant für die Bewerbung, aber nicht wirklich Teil Ihrer Laufbahn sind. Das sind vor allem besondere Kenntnisse, Fortbildungen und eventuell auch private Informationen wie Hobbys oder ehrenamtliche Tätigkeiten.

Fortbildungen
Sie können hier Kurse angeben, die Sie besucht haben. Dabei sollten die Kurse schon mehr oder minder im Zusammenhang mit der Bewerbung stehen. Beachten Sie, dass Kurse wie „Kommunikation mit dem Reich der Toten“ eventuell vom Leser der Bewerbung nicht zu Ihrem Vorteil ausgelegt werden können. Wenn die Fortbildungen wesentliche Meilensteine Ihrer Laufbahn darstellen, oder Sie die Kurse benutzt haben, um berufliche Lücken zu überbrücken, können Sie die Fortbildungen auch bereits in Teil 2 des Lebenslaufs nennen. Sie sollten Ihren Lebenslauf jedoch auch nicht mit zu vielen Kursen überfüllen. Sollten Sie sehr viele Kurse gemacht haben, bzw. die Kurse nicht sehr relevant sein, geben Sie besser die erworbenen Fähigkeiten unter den „Besonderen Kenntnissen“ an.
Synonyme: Weiterbildung, Kurse, Zusatzqualifikationen
Zusatzqualifikationen Oracle Certified Professional, Microsoft Certified Systems Engineer
Sprachen
Fremdsprachkenntnisse werden im Berufsleben immer wichtiger. Dies gilt vor allem für Branchen mit starken internationalen Einflüssen. Das sind zum Beispiel die Finanz-, Medien- und IT-Branche, sowie eigentlich sämtliche forschungsorientierten Bereiche. In diesen Fällen sollten Sie also Ihre Fremdsprachkenntnisse in Ihrem Lebenslauf angeben. Häufig wird dabei diese Skala der Kenntnisse benutzt: Muttersprache, Verhandlungssicher, Fließend, Gute Kenntnisse, Grundkenntnisse. Vermeiden Sie hier unbedingt Übertreibungen. So könnte es passieren, dass ein Teil Ihres Vorstellungsgespräches in einer Fremdsprache geführt wird, wenn Sie für diese Sprache eine sehr gute Einschätzung angegeben haben. Wenn das Gespräch dann nicht fließend ist, wirft dies natürlich auch ein schlechtes Licht auf Ihre anderen Angaben.
Synonyme: Sprachkenntnisse, Fremdsprachen
Sprachkenntnisse Deutsch Muttersprache
Englisch Fließend
Italienisch Grundkenntnisse
Führerschein
Wenn im Stellenangebot ein Führerschein als Einstellungsvoraussetzung genannt wurde, oder Sie sich für eine Stelle bewerben, bei der Autofahrten üblich sind, sollten Sie den Führerschein auch im Lebenslauf angeben.
Besondere Kenntnisse
Geben Sie auch weitere für den Job relevante Kenntnisse an. Dies können EDV-Kenntnisse sein, wie zum Beispiel Kenntnisse in „Word“.
Synonyme: Weitere Kenntnisse, Spezialkenntnisse
Privatinteressen
Es ist durchaus möglich, Ihr durch den Lebenslauf geliefertes „Image“ mit Informationen über private Interessen oder Tätigkeiten abzurunden. Mit manchen Interessen können Sie zeigen, dass sie sogenannte „Softskills“ wie Teamwork-Fähigkeit, Sozialkompetenz oder Organisations-Talent besitzen. Sie sollten allerdings genau abwägen, ob Sie diese Angaben machen oder nicht.
 
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